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Gedicht von Mascha Kaléko: Maiglöckchen

Maiglöckchen

Maiglöckchen läutet, kommt heraus,

Die ihr euch plagt und schuftet. –

Und sprecht den Namen langsam aus,

Denn schon der Name duftet.

Maiglockenschwengel ist der Halm,

Der Dom: die dunkeln Föhren.

Da tönt der erste Maienpsalm.

Ich hab ihn läuten hören.

(c) dtv Verlagsgesellschaft, München.

Mascha Kaléko: Feine Pflänzchen

Mascha Kalékos Verse sind bekannt für ihren Wortwitz und ihren Charme. In ›Feine Pflänzchen‹, bisher als Einzelband nur einmal 1976 in einer limitierten handgesetzten Ausgabe erschienen, besingt sie in gewohnter Manier und mit kreativen Wortschöpfungen allerlei Gewächse, nicht nur botanische.

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft

Mascha Kaléko: Feine Pflänzchen
Mit Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov
dtv Verlagsgesellschaft, 2016
Gebundene Ausgabe, 80 Seiten
EUR 10,00 € [D]

Nach 40 Jahren wieder als Einzelband lieferbar

Mascha Kaléko (1907 – 1975) fand in den Zwanzigerjahren in Berlin Anschluss an die intellektuellen Kreise des Romanischen Cafés. Zunächst veröffentlichte sie Gedichte in Zeitungen, bevor sie 1933 mit dem ›Lyrischen Stenogrammheft‹ ihren ersten großen Erfolg feiern konnte. 1938 emigrierte sie in die USA, 1959 siedelte sie von dort nach Israel über. Mascha Kaléko zählt neben Sarah Kirsch, Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz, Nelly Sachs und Else Lasker- Schüler zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.

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