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Musik macht Stimmung: Die Kraft von Musik

Kind am E-Piano

Dies ist ein Textauszug aus dem Buch „Pausenkicks. Das ultimative Job-Workout für Körper, Kopf und Stimme“ der Autorinnen Lena Wittneben, Katrin Wulff und Sina Morcinek, erschienen im Campus Verlag.

Na, haben Sie Ihren Lieblingssong schon auf den Ohren?

Es gibt wenige Dinge, die uns so sehr in Stimmung bringen wie Musik. Von tranceartiger Entspannung über endorphin-geschwängerte Entzückung reichen die Wirkungen von Musikgenuss. Je nach Stilistik kann sie uns zu Höchstleistungen motivieren, zu Tränen rühren oder aber auch Aggressionen schüren. Nicht umsonst werden Piloten der U.S. Army vor Einsätzen mit Musik von Rammstein beschallt.

Tatsächlich hat Musik auch heilende Wirkung, denn der Schall dringt in tiefere Bewusstseinsschichten und bewegt Bereiche, zu denen wir sonst wenig oder keinen Zugang haben. Ganz schnell wandern wir von der Verstandes- in die Gefühlsebene und rufen damit Erinnerungen aus der Vergangenheit wach. An Alzheimer erkrankte Menschen erkennen sogar im fortgeschrittenen Stadium Hits ihrer Jugend und können die Songtexte haargenau aufsagen oder mitsingen.

Traumatisierte oder verhaltensauff ällige Kinder und Jugendliche werden anhand von Musiktherapie ausgeglichener und entwickeln in Bandtrainings wichtige soziale Kompetenzen. Menschen mit erworbenen oder angeborenen körperlichen oder geistigen Handicaps erlangen durch die aktive Beschäftigung mit einem Instrument Fähigkeiten (zurück), die bereits abgeschrieben waren.

Und haben Sie sich mal gewundert, warum bei Ihrem Zahnarzt neuerdings klassische Musik läuft? Dies soll die Ausschüttung von Stresshormonen bei einer Behandlung senken, schließlich ist es auch für den behandelnden Arzt wenig vergnüglich, aufgeschreckte, verkrampfte Patienten im Behandlungsstuhl sitzen zu haben.

Doch auch im ganz normalen Alltag kann uns Musik zu mehr Balance und Zufriedenheit verhelfen. Besonders klassischer Musik von Bach, Mozart und Beethoven wird eine positive Wirkung nachgesagt. Die Zwölftonmusik von Arnold Schönberg wird dagegen von vielen Menschen als anstrengend empfunden, da sie nicht unserer sonst auf Dur oder Moll basierenden Harmonik entspricht. Einfache harmonische Akkordfolgen mit Tonika, Subdominante und Dominante und Intervallen wie Prime, Terz, Quinte und Oktave fühlen sich bei der allgemeinen westlichen Bevölkerung dagegen gut und richtig an. Deswegen basieren auch die meisten Popsongs und Schlager darauf.

Wie Musik auf uns wirkt, hat natürlich auch mit der ganz individuellen Prägung in der Kindheit, Jugend oder gar im Mutterleib zu tun. Wenn unsere Mutter sich regelmäßig mit Beatles-Songs in gute Laune versetzt hat, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir später Musik mit ähnlichen Sound-Strukturen als besonders angenehm empfi nden. Gleiches gilt für alle anderen Stilrichtungen, sei es Reggae, Rock, Jazz, Soul, Blues, Volksmusik oder waschechte Wagner-Opern.

Sie wollen sich ganz bewusst entspannen oder mithilfe von Musik aufputschen? Dann achten Sie auch mal auf die BPM-Zahl. BPM steht für »beats per minute«, also Schläge pro Minute. Im Durchschnitt liegt der Puls eines Menschen bei 72 Herzschlägen pro Minute – dies gilt als Richtlinie dafür, ob ein Stück anregend oder beruhigend wirkt. Das besonders auch in der House Music beliebte Tempo 120 eignet sich besonders gut zum Sporteln (oder natürlich Abtanzen), während Stücke auf 60 BPM perfekt zum Runterfahren sind.

Also, je nachdem, wie Sie Ihren Feierabend nun gestalten wollen, wählen Sie die passende Musik mit der entsprechenden BPM-Zahl. Und gönnen Sie sich den Luxus, wirklich mal ganz genau hinzuhören, anstatt das Ganze nur als Hintergrundrauschen mitzunehmen.

Ein Textauszug aus dem Buch

Pausenkicks. Das ultimative Job-Workout für Körper, Kopf und Stimme

Pausenkicks. Das ultimative Job-Workout für Körper, Kopf und Stimme
Lena Wittneben; Katrin Wulff; Sina Morcinek
Campus Verlag, 2018
Klappenbroschur, 166 Seiten
ISBN 978-3-593-50845-0
€ 19,95 [D]

Buch und Autorinnen

Über das Buch

Das Buch gibt viele leicht umsetzbare Praxistipps für den Alltag: Wie komme ich schnell aus dem Mittagstief, wie nutze ich den Arbeitsweg zur Entspannung und wie merke ich mir Dinge leichter. Außerdem gibt es viele Exkurse (wie der Textauszug oben), die sehr spannende Erkenntnisse liefern. So bietet sich das Buch gut an, um darin zu stöbern oder es queer zu lesen.

Die Themen des Buchs (Inhaltsverzeichnis)

  1. Morgenmuffel? Kurze Nacht? – Frischekicks für einen guten Start in den Tag
  2. Fahrtzeit gut genutzt – kleine Warm-ups auf dem Weg zur Arbeit
  3. Mit Leichtigkeit durch den Tag – wie Sie erfolgreich strukturieren und Prioritäten setzen
  4. Tatort Großraumbüro – fokussiert bleiben bei hohem Grundrauschen
  5. Wie hieß der doch gleich? – wie Namen, Fakten und Sie selbst im Gedächtnis bleiben
  6. Herzflattern? Die Stimme wackelt? – Präsentationen und Verhandlungen souverän meistern
  7. Suppenkoma adé – Wege aus dem Mittagstief
  8. Kreativtipps für Gewohnheitstiere – oder: Not macht erfinderisch
  9. XXL-Tage souverän meistern – Frischmacher für lange Arbeitssessions
  10. In den Feierabendmodus wechseln – entspannt zu Familie, Freunden und in die Freizeit

Über die Autorinnen

Lena Wittneben, Sina Morcinek, Katrin Wulff

Lena Wittneben, Sina Morcinek, Katrin Wulff

Lena Wittneben ist Gedächtnistrainerin und Systemischer Coach. Ihre Leidenschaft sind Wortfindungs-, Assoziationen-, Denkflexibilitätsaufgaben und Kreativitäts-techniken.

Sina Morcinek ist Schauspielerin und Yogatrainerin. Da sie sich schon als Kind aufgrund eines Rückenleidens intensiv mit ihrem Körper beschäftigen musste, weiß sie genau, wie wichtig Bewegung ist.

Katrin Wulff ist Sängerin, Songwriterin, Stimm- und Gesangstrainerin mit 15-jähriger Bühnenerfahrung und kennt die Tricks für eine tragfähige Stimme.

Übrigens

Die drei Autorinnen gehen mit Pausenkicker ihrer Leidenschaft nach:

Ganzheitliche Fitness!

Idee:

Mit einem gebrauchten E-Piano das Wohnzimmer bereichern – das bereichert auch die Kreativität und Musikalität der Kinder.

Die Sängerin, Songwriterin, Stimm- und Gesangstrainerin über sich: Meine Leidenschaft ist die Stimme. Ich liebe ihre vielen Facetten, die sich sowohl beim Singen als auch beim Sprechen zeigen. Die menschliche Stimme ist ein unheimlich sensibles und ehrliches Instrument. Hinter ihr kann man sich - anders als beim perfekten Outfit - nicht verstecken. Mit 15 Jahren Berufs- u. Bühnenerfahrung kenne ich die kleinen Tricks, die die Stimme fit machen und sie bei Nervösität wieder entspannen.

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