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Der Sternenfänger oder die Suche nach der Liebe

Eine Vorstellung des Buchs „Der Sternenfänger“ von Francesc Miralles und Àlex Rovira, erschienen 2013 im List Verlag.

Worum geht es in dem Buch?

Der Pressetext zum Buch lautet:

Als seine Freundin Eri schwer erkrankt, sucht der kleine Michel verzweifelt nach einem Weg, ihr zu helfen. Die alte Herminia weiß Rat. Sie glaubt, Eri habe in ihrem Leben zu wenig Liebe bekommen. Deshalb soll Michel ihr ein Herz aus Sternen schenken. Dafür muss er neun Menschen finden, die auf unterschiedliche Weise lieben. Doch erst die zehnte Art zu lieben wird Eri heilen. Michel lernt auf dieser Reise die unterschiedlichsten Menschen, ihre Sorgen und Hoffnungen kennen. Und er entdeckt, welche Kraft der Beweis seiner Liebe hat.

Die Handlung spielt in Selonsville, einer Provinzstand in den französischen Alpen. In der Nachkriegszeit im Jahr 1956 sind viele Menschen noch vom Krieg gezeichnet. In Selonsville lebt der neunjährige Michel im städtischen Waisenhaus. Dort lernt er Eri kennen und lieben. Eri ist japanisch und bedeutet „Mondlicht“.

Was besonders an dem Buch ist

Dieses Buch zeigt in je kurzen Episoden, dass die verschiedene Arten von Liebe unter den Menschen weit verbreitet ist – auch wenn sich die Liebe nicht immer offensichtlich zeigt. Doch wer seine Augen öffnet und danach sucht, wie der Protagonist Michel im Buch, begegnet der Liebe oft und unerwartet.

Für wen das Buch ist

In seinem Nachwort schreibt Àlex Rovira, dass dieses Buch für Menschen mit großen Herzen geschrieben wurde. Er widmet dieses Buch der „Hoffnung, der Schönheit und der Selbstlosigkeit.“ Denn der Autor hat aufgrund eigener Grenzerfahrung diese Hoffnung wahrhaftig selbst erlebt. Wie er im Nachwort beschreibt, ist dieses Buch eine Hommage an die vielen Menschen, die ihn das Lieben gelehrt haben. Und damit ist dieses Buch sicher auch eine schöne Geschenk-Idee für Menschen, die beispielsweise im Krankenhaus liegen oder deren Angehörige.

Welche Dimensionen der Liebe gibt es?

In dem Buch geht es um die zehn Geheimnisse der Liebe. Welche genau das sind, müsst ihr aber selbst nachlesen 😉

Zitate aus dem Buch

Eines Tages,
wenn wir Herr der Winde, der Wellen, der Gezeiten und der Schwerkraft geworden sind,
werden wir uns die Kräfte der Liebe nutzbar machen.
Dann wird die Menschheit zum zweiten Mal in der Weltgeschichte das Feuer entdeckt haben.
(Teilhard de Chardin, französischer Phiolosoph)

Wenn du dich in das Leben verliebst,
verliebt sich das Leben auch in dich.

Solange man etwas vom Leben erwartet,
gibt es immer Hoffnung!

Die dauerhafte Liebe.
Sie ist wertvoller als die romantische Liebe, weil sie die Prüfung der Zeit bestanden hat.

Letztendlich sind wir das, was wir lieben.
An dem Tag, an dem keiner mehr an uns denkt, sterben wir.

Liebe bedeutet, immer neues Holz in die Flammen zu legen. Nur so geht das Feuer nicht aus. … Selbst wenn man müde ist, muss man nach einem Holzscheit suchen, um das Feuer in Gang zu halten. Tut man es nicht, findet man am nächsten Morgen nur noch die Asche dessen vor, was einmal Liebe war.

Die Wälder wären sehr still,
wenn nur die begabtesten Vögel sängen.

Die eigenen Kinder sind spirituelle Lehrmeister,
die uns beibringen, über uns selbst hinauszuwachsen.

Freunde sind die geistige Familie,
die wir uns für die Reise durchs Leben aussuchen.

Verzeihen ist das einzige Mittel,
jemand anderem die Möglichkeit zu geben,
sich zu ändern.

Ein Baum, der für sich allein steht,
wird kräftiger und daraus zieht er Nutzen:
Seine Früchte schmecken besser als die der anderen Bäume. Wenn man sich selbst liebt, sollte es genauso sein. … Wir besitzen nur das, was wir auch weitergeben können.

Der Sternenfänger

Das Buch

Francesc Miralles, Àlex Rovira: Der Sternenfänger
Aus dem Spanischen übersetzt
von Maria Hoffmann-Dartevelle.
List Verlag, 2013
Hardcover, 128 Seiten
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]

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